.
  " St. Laurentius "
 

Kürmreuth besitzt in der Mitte des Dorfes die altehrwürdige St- Laurentius - Kirche. Auch sie ist noch Simultankirche. Ursprünglich gehörte sie zu einer Burganlage, von der noch einige Kellergewölbe und Grundmauern erhalten sind. Chor und Sakristei stammen noch aus der Spätgotik.

Alte Grab-Epitaphe und steinerne Elemente des ursprünglichen Kirchenschmucks zeugen von der früheren Ausstattung und Bedeutung des Gotteshauses. Der spätbarocke Hochaltar zeigt in der Mitte eine bildliche Darstellung des Heiligen Laurentius in Diakonenkleidung, dem ein Engel einen Palmzweig als Märtyrerzeichen reicht. Die beiden geschnitzten Figuren links und rechts im Retabel des Altars stellen Willibald und Walburga dar. Nach einem Brand im Dachstuhl der Kirche in der Mitte des 19.Jahrhundert wurde der Turm nicht wieder in seiner originalen Höhe aufgebaut, sondern mit einer Notabdeckung versehen. Diese Konstruktion gibt dem Äußeren des Gotteshauses sein besonderes Aussehen, das einen eigentlichen Kirchturm vermissen lässt.

 

 

Woher kommt der Name unserer Kirche " St. Laurentius "

Laurentius von Rom ( gest. 10.August 258 in Rom ) war römischer Diakon zur Zeit des Papstes Sixtus II. und starb als christlicher Märtyrer, weshalb er als Heiliger geführt wird.  Sein Fest ist der 10.August.
Dieser Termin gilt für die evangelische und römisch - katholische Kirche.
Der Heilige  gilt als der bekannteste Träger des Namen Laurentius. Da der Name am wahrscheinlichsten Der Mann aus Larentum bedeutet könnte Laurentius auch tatsächlich  aus dieser Ortschaft gestammt haben, die bei Rom lag. Er ist der Schutzpatron der Bibliothekare, Archivare, Studenten sowie vieler die mit Feuer zu tun haben, etwa der Bierbrauer, Wäscherinnen, und Köche. Bei Hexenschuss, Ischias und Hautleiden wird er ebenfalls angerufen.

Die Legende erzählt: Als Erzdiakon von Rom war Laurentius in Vertretung des Papstes für die Verwaltung des örtlichen Kirchenvermögens und seine Verwendung zu sozialen Zwecken zuständig. Nachdem der römische Kaiser Valerian Papst Sixtus hatte enthaupten lassen, wurde Laurentius aufgefordert, alles Eigentum der Kirche innerhalb von drei Tagen herauszugeben. Daraufhin verteilte Laurentius das Vermögen an die Mitglieder der Gemeinde, versammelte alle Armen und Kranken und präsentierte sie als den wahren Reichtum der Kirche dem Kaiser. Dieser ließ Laurentius deswegen mehrfach foltern und dann durch Grillen auf einem eisernen Gitterrost qualvoll hinrichten. Daher rührt ein weiterer Name: Laurentius mit dem Roste. Der Überlieferung nach waren seine an den Kaiser gerichteten letzten Worte: „ Du armer Mensch, mir ist dieses Feuer eine Kühle, dir aber bringt es ewige Pein.



Zurück nach oben

 
  88652 Besucher
© by WebConcept - Kürmreuth
Webdesign - Programmierung - Digitalisierung - Print
Diese Seite ist seit dem 15.04.2011 Online